Arthritis Symptome erkennen und behandeln

Arthritis Symptome erkennen und behandeln

Arthritis Symptome: Früh erkennen und rechtzeitig behandeln

Sie fühlen sich bereits morgens müde und können Ihre Finger kaum bewegen? In diesem Fall empfiehlt sich der Gang zum Arzt. Steife Gelenke am Morgen und ein Mangel an Energie können frühe Arthritis Symptome sein. Rheumatische Arthritis, auch rheumatoide Arthritis genannt, kann Gelenke von Menschen allen Alters zerstören. Je eher Sie diese Krankheit diagnostizieren, desto besser sind Ihre Behandlungschancen. Besonders Frauen sollten auf Symptome achten: Dreimal so viele Frauen wie Männer erkranken an rheumatoider Arthritis.

Was passiert bei rheumatoider Arthritis?

Diese Krankheit des rheumatischen Formenkreises führt zu Entzündungen in Gelenken. Im Gegensatz zur Arthrose ist bei Arthritis der Gelenkknorpel intakt. Fehlgesteuerte Zellen des Immunsystems greifen die Gelenke von innen heraus an und führen zu schmerzhaften Inflammationen. Diese Autoimmunerkrankung entwickelt sich am häufigsten in der Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen. Weniger als zehn Prozent aller Fälle heilen spontan aus. 70 Prozent aller Patienten erleben mehrere Entzündungsschübe mit heftigen Schmerzen. Chronische Arthritis kann betroffene Gelenke mit der Zeit zerstören.

Frühe Arthritis Symptome beachten

Wenn sich Ihre Gelenke in den Fingern oder den Zehen am Morgen direkt nach dem Aufstehen steif anfühlen und sich kaum bewegen lassen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Die sogenannte Morgensteife dauert mindestens 30 Minuten lang und kann mehrere Stunden anhalten. Manchmal beginnt die rheumatische Arthritis auch an einem großen Gelenk. Fühlen Sie sich gleichzeitig ständig müde, abgeschlagen oder deprimiert? Das sind typische Anzeichen für eine Arthritis im Anfangsstadium. Wenn Sie die Krankheit vor dem ersten Schub diagnostizieren lassen, steigen die Chancen einer erfolgreichen Behandlung.

Wellenförmiger Verlauf der Krankheit

Bei einem Arthritis Schub schwellen die betroffenen Gelenke an. Sie röten sich, schmerzen und fühlen sich heiß an. Arthritis befällt Gelenke typischerweise symmetrisch: Zum Beispiel sind gleiche Gelenke an den kleinen Fingern oder kleinen Zehen betroffen. Im Laufe von mehreren Schüben breitet sich die Entzündung auf weitere Gelenke aus. In diesem Fall nennt man die Krankheit Polyarthritis. Mit der Zeit entzünden sich auch Sehnen und Schleimbeutel. Bei einer chronischen Arthritis kann die Krankheit auf Organe überspringen, zum Beispiel die Augen, die Lunge oder das Herz.

Allgemeine Symptome der Autoimmunkrankheit

Neben Gelenkentzündungen macht sich diese Autoimmunkrankheit in allgemeinen Symptomen bemerkbar. Leistungsschwäche, Fieber und Nachtschweiß sind Begleiterscheinungen der Gelenkentzündungen. Ungewollte Gewichtsabnahme ist ein weiteres Allgemeinsymptom der Arthritis. Rund 20 Prozent aller Kranken bilden mit der Zeit sogenannte Rheumaknoten an Fingern und Zehen aus.

Schwierige Diagnose von Arthritis

Eine Reihe von Untersuchungen sind nötig, um rheumatoide Arthritis zweifelsfrei zu diagnostizieren. Bluttests geben Aufschluss über das Vorhandensein des sogenannten Rheumafaktors und gewisser Entzündungsmarker. CCP-Antikörper gegen bestimmte Eiweiße deuten auf diese Autoimmunkrankheit hin. Allerdings sind Bluttests allein nicht ausreichend. Röntgenbilder zeigen, wie weit Knochen in Mitleidenschaft gezogen sind. Ultraschalluntersuchungen liefern Informationen über die Innenhaut des Gelenks und den Zustand der Knorpel.

Vielschichtige Behandlung der Arthritis

Bei einem akuten Anfall steht die Behandlung der Schmerzen im Vordergrund. Pflanzliche Mittel wie Rheumagil lindern Schmerzen ohne schädliche Nebenwirkungen. Darüber hinaus hilft der richtige Lebensstil, weiteren Schüben vorzubeugen. Sanfte Bewegung erhält Gelenke flexibel. Wichtig ist dabei, Gelenke gleichmäßig zu belasten. Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen sind für Arthritis-Kranke ideal. Therapie mit Kälte, Wärme oder Ultraschall verringert Schmerzen ebenfalls. Rauchen verschlimmert Arthritis. Raucher erkranken fast doppelt so oft wie Nichtraucher an Arthritis.

Die richtige Arthritis Ernährung

Arthritis-Patienten können mit der Auswahl der richtigen Lebensmittel den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Omega-3-Fettsäuren von Fisch, Algen und Meeresfrüchten wirken entzündungshemmend. Tierische Fette, Omega-6-Fettsäuren und Zucker dagegen verstärken Entzündungen im Körper. Obst und Gemüse liefern Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, die schädliche Nebenprodukte des Stoffwechsels neutralisieren.

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