Arthrose Ernährung: Knorpelregeneration fördern

Arthrose Ernährung: Knorpelregeneration fördern

Arthrose Ernährung – wir sind, was wir essen

Die Diagnose Arthrose kann wie ein Gerichtsurteil klingen. Abgenutzte Gelenkknorpel verursachen starke Schäden, die sich mit dem Alter meist nur verschlimmern. Arthrose gehört zu den Krankheitsbildern des rheumatischen Formenkreises und betrifft zahlreiche Senioren. Auch junge Menschen können nach Verletzungen aller Art Arthrosen entwickeln. Die richtige Wahl der Lebensmittel kann die weitere Abnutzung der Knorpel verlangsamen und die Erfolgsaussichten der Arthrose Behandlung verbessern. Dabei steht Schmerzlinderung im Mittelpunkt, zum Beispiel durch das natürliche Schmerzmittel Rheumagil. Die richtige Arthrose Ernährung kann dazu beitragen, Schmerzen zu verringern und Übergewicht abzubauen.

Arthrose Ernährung: Eine Zusammenfassung

Wenn Arthrose Gelenke schädigt, braucht der Körper viele Mineralstoffe und Vitamine. Eine gute Versorgung mit Nährstoffen beugt Knorpelabbau vor und hilft, Knorpelgewebe zu regenerieren. Abgenutzte Knorpel können sich leicht entzünden. Deshalb sollte man bei Arthrose Ernährung entzündungsfördernde Lebensmittel vermeiden und entzündungshemmende Substanzen bevorzugen.

Folgende Regeln fassen die richtige Ernährung bei Arthrose zusammen:

  •   So wenig wie möglich: Fettes Fleisch, fette Milchprodukte, Eier und Zucker
  •   So viel wie möglich: Obst, Gemüse und Omega-3
  •   Zweimal in der Woche: Fettreichen Fisch oder Meeresfrüchte essen
  •   Statt Weißmehl Vollkornprodukte wählen
  •   Fettarme Milchprodukte für die Versorgung mit Kalzium
  •   Täglich mindestens 1,5 Liter trinken
  •   Koffein, Alkohol und Nikotin vermeiden

Omega-3-Säure hemmt Entzündungen

 

Wenn Arthrose ein Gelenk angegriffen hat, führt dies im Lauf der Zeit meist zu schmerzhaften Entzündungen. Omega-3-Fettsäuren unterstützen zahlreiche Prozesse des menschlichen Stoffwechsels. Unter anderem wirken sie stark entzündungshemmend. Fettreicher Fisch wie Makrele, Sardine, Hering, Lachs oder Thunfisch sollte deshalb häufig auf Ihrem Speiseplan stehen. Falls Sie Fisch nicht mögen oder Vegetarier sind: Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren, die aus Algen gewonnen werden, liefern Ihnen diese wichtige Substanz.

Vorsicht vor Arachidonsäure

Fleischfreunden wird es schwerfallen, auf ihr geliebtes Steak oder Wurst zu verzichten. Wenn Sie an Arthrose leiden, sollten Sie sich jedoch vor fetten Fleisch- und Wurstwaren hüten und magere Alternativen wählen. Tierisches Fett und auch Eier enthalten Arachidonsäure, eine Substanz, die Entzündungen fördert. Sie sollten ebenfalls darauf achten, Vorstufen von Arachidonsäure zu vermeiden. Aus Omega-6-Fettsäuren in Pflanzenölen, zum Beispiel Maiskeimöl oder Sonnenblumenöl, bildet der Stoffwechsel Arachidonsäure. Zucker fördert diesen Prozess, da Zucker zur Ausschüttung von Insulin führt. Insulin aktiviert ein Enzym, das die Bildung der Arachidonsäure erleichtert.

Obst und Gemüse für wichtige Vitalstoffe

Manche Ernährungsexperten raten Arthrose-Kranken zu vegetarischer Kost. Wenn Sie ein Leben lang Fleisch mit Genuss verzehrt haben, kann eine vegetarische Lebensweise nur schwer durchzuhalten sein und ihre Psyche belasten. Bevorzugen Sie statt dessen magere Fleisch- und Wurstsorten. Außerdem sollten Sie so viel Obst und Gemüse wie möglich essen. Sie liefern Ihnen neben Vitaminen und Mineralstoffen zahlreiche Antioxidantien, die schädliche Stoffwechselprodukte neutralisieren. Entzündungen führen zu oxidativem Stress im Körper, den Antioxidantien verringern. Natürliche Vitamine lassen sich mit synthetischen Vitaminen nicht vergleichen. Synthetisches Vitamin C beispielsweise besteht nur aus Ascorbinsäure. Bei natürlichem Vitamin C bildet Ascorbinsäure die äußere Schale für Enzyme und andere Substanzen, die das Immunsystem und andere Körperfunktionen fördern.

Basische Ernährung, eine Lösung?

Basische Ernährung hat den Ruf einer Wunderwaffe bei Arthrose. Die basische Ernährung basiert auf der Theorie, dass manche Lebensmittel im Körper ein saures Milieu erzeugen, das unter anderem Knorpelgewebe angreift. Andere Lebensmittel dagegen produzieren eine basische Umgebung. Der Erfinder des Müsli, Maximilian Bircher-Berner, setzte sich stark für basische Ernährung ein. Der Erfinder der Makrobiotik, Sagen Ishizuka, sah in der Säure-Basen-Wirkstoffweise das Wechselspiel von Ying und Yang. Basische Ernährung besteht zu 80 Prozent aus Obst und Gemüse. Zucker, raffinierte Fette, Knoblauch, geschältes Getreide sowie fette Milchprodukte und Zucker werden vermieden. Manche Kritiker führen positive Effekte der basischen Ernährung darauf zurück, dass ihre Regeln gesunder Mischkost entsprechen.

Trinken und Übergewicht

Wenn sie mindestens 1,5 Liter am Tag trinken, regen Sie Ihre Nieren an. Flüssigkeit in Form von Wasser, Kräutertee oder verdünnten Obstsäften hilft diesen Organen, Nebenprodukte des Stoffwechsels auszuscheiden. Ausreichend zu Trinken ist besonders wichtig, wenn Sie abnehmen wollen. Der Abbau von Fettgewebe benötigt Wasser – wie alle Stoffwechselprozesse im Körper. Alle Arthrose-Patienten sollten Übergewicht im Rahmen einer gesunden Ernährung langsam abbauen, denn jedes Pfund zuviel belastet die Gelenke.

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