Was ist Rheuma und wie kann ich damit leben?

Was ist Rheuma und wie kann ich damit leben?

Was ist Rheuma – Action Steps für zu Hause

Was ist Rheuma? Die Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Bei dem Wort Rheuma handelt es sich um einen Oberbegriff für über 100 verschiedene Krankheiten. Die vier bedeutendsten Gruppen des rheumatischen Formenkreises sind: rheumatoide Arthritis, Arthrose, Gicht und Fibromyalgie. Der richtige Lebensstil hemmt das Voranschreiten der Krankheit und verringert Schmerzen.

Rheumatoide Arthritis: Risikofaktor Zucker

Bei rheumatoider Arthritis greifen fehlgesteuerte Zellen des Immunsystems die Gelenke an. Arthritis Symptome sind vielfältig: Die Krankheit macht sich zunächst mit Morgensteife bemerkbar. Die richtige Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln steht bei rheumatoider Arthritis im Mittelpunkt der Action Steps, die Sie problemlos zu Hause durchführen können. Wichtig ist, Arachidonsäure und Zucker zu vermeiden. Arachidonsäure in tierischen Fetten fördert Entzündungen. Süßigkeiten führen zur Bildung eines Enzyms, das die Entstehung von Arachidonsäure begünstigt.

Sanfte Bewegung für kranke Gelenke

Wenn möglich, sollten Sie unbedingt das Rauchen aufgeben. Raucher benötigen höhere Dosen und stärkere Medikamente. Der Grund: Rauchen verändert bestimmte Proteine im Körper, die das Immunsystem nun als Fremdkörper erkennt und angreift. Bewegung hält entzündete Gelenke beweglich. Die langsamen, fließenden Bewegungen von Tai Chi und Yoga verbessern die Flexibilität und entspannen zugleich. Ausdauertraining wie Schwimmen, Radfahren und Tanzen stärkt die Konstitution. Übungen mit leichten Gewichten kräftigen die Muskeln. Ausreichend zu schlafen ist ein weiterer Punkt, den Arthritis-Kranke beachten sollten.

Arthrose schlägt meist im Alter zu

Arthrose entsteht, wenn der Knorpel des Gelenks verletzt wurde und sich nicht regenerieren kann. Mit der Zeit nutzt sich der Knorpel immer weiter ab, bis im Endstadium Knochen auf Knochen reibt. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, an einer Arthrose zu leiden. Im Prinzip gelten hier die gleichen Ratschläge wie bei Arthritis, vor allem bezüglich Ernährung. Arthrose entsteht häufig im Zusammenhang mit Übergewicht. Dauerhaftes Abnehmen steht deshalb bei Arthrose an erster Stelle der Selbsthilfemaßnahmen.

Arthrose Gelenke verlangen Wärme

Während entzündete Gelenke nach Kühlung verlangen, hilft bei Arthrose Wärme. Eine Rotlichtlampe, heiße Umschläge, ein warmer Heublumensack sowie heiße Bäder und Saunagänge sind für Arthrose-Kranke eine Wohltat. Nicht verschreibungspflichtige, pflanzliche Schmerzmittel wie Rheumagil lindern Schmerzen, auch bei längerer Einnahme, ohne schädliche Nebenwirkungen. Gezielter Muskelaufbau kann von Arthrose betroffene Gelenke entlasten. Dafür sind Übungen mit Gewichten oder mit den Maschinen eines Fitness-Studios ideal.

Gicht: Schmerzhafte Kristalle in Gelenken

Gicht Symptome bleiben häufig unbemerkt, bis sich diese Stoffwechselkrankheit in einem schmerzhaften Anfall zeigt. Gicht Ursachen sind entweder falsche Ernährung, meist bei Männern, oder verminderte Nierentätigkeit bei Frauen in Wechseljahren. Die Nieren schaffen es bei Gicht nicht, ausreichend Harnsäure auszuscheiden. Das führt zur Formung von Harnsäurekristallen, die sich in Gelenken ablagern und Entzündungen verursachen. Bei einem akuten Gichtanfall gilt es, das entzündete Gelenk zu kühlen. Da es sehr druckempfindlich ist, ist ein kalter Umschlag – häufig in Eiswasser erneuert – leichter zu ertragen als ein Eisbeutel.

Purinreiche Lebensmittel vermeiden

Um Gicht Anfällen vorzubeugen, brauchen Sie strikte Disziplin bei der Ernährung. Purinreiche Lebensmittel sollten sie unbedingt vermeiden. Purine sind Substanzen in Zellkernen, die beim Abbau zur Bildung von Harnsäure führen. Fettes Fleisch, bestimmte Sorten von Fisch, verschiedene Gemüse und Hülsenfrüchte enthalten große Mengen von Purinen. Milch und Milchprodukte, Eier sowie Obst und Gemüse sind passende Lebensmittel für Gichtkranke. Sie sollten außerdem viel trinken, um die Ausscheidung über die Nieren anzuregen. Ärzte empfehlen mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag, am besten Wasser, Kräutertee oder Obstsaft.

Was ist Rheuma? Rätselhafte Fibromyalgie

Zu den Rheumakrankheiten zählt die Fibromyalgie, die Ärzte und Wissenschaftler vor Rätsel stellt. Großflächige, starke Schmerzen treten gekoppelt mit Muskelverspannungen, Depressionen und Magen-Darm-Beschwerden auf. Die Ursache der Schmerzen lässt sich in der Regel nicht feststellen. Mittlerweile steht fest, dass das Schmerzgedächtnis bei Fibromyalgie eine große Rolle spielt. Nervenzellen werden durch starke Schmerzen sensibler und lösen ohne Anlass Schmerzen aus.

Nicht den Mut verlieren

Bei der Fibromyalgie gilt es, den Mut nicht zu verlieren. Experten empfehlen das Führen eines Schmerztagebuchs. Durch das Festhalten des Tagesablaufs können Betroffene herausfinden, was ihnen an diesem Tag eventuell geholfen hat. Sich nicht von der Krankheit beherrschen zu lassen und aktiv freudvolle Erfahrungen zu suchen, ist ein weiterer Ratschlag. Entspannungsübungen, Massagen und Wärmebehandlungen empfinden Kranke als wohltuend. Viel Obst und Gemüse in der Diät vermindern oxidativen Stress im Körper.

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