Rheuma Ernährung: Jedes Pfund zu viel belastet

Rheuma Ernährung: Jedes Pfund zu viel belastet

Rheuma Ernährung: Entzündung und Übergewicht bekämpfen

Gehören Sie zu den Rheuma-Patienten? Nach Angaben der deutschen Rheuma-Liga leiden rund 20 Millionen Deutsche heute an Rheuma. Genauer ausgedrückt: Sie leiden an einer der 100 Krankheiten, die zum rheumatischen Formenkreis zählen. Diese Zahl zeigt, dass es die richtige Rheuma Ernährung schlechthin nicht gibt. Bis auf die Stoffwechselkrankheit Gicht ähneln sich jedoch die Ratschläge der Experten, wenn es ums Essen geht. In erster Linie gilt es bei Rheuma, vorhandenes Übergewicht zu verlieren. Darüber hinaus kann eine passende Diät die Rheuma Behandlung enorm unterstützen und Schmerzen verringern. Sanfte Bewegungen halten Gelenke flexibel.

Rheuma Ernährung: Übergewicht verlieren

Die Rheuma-Krankheiten lassen sich in vier Kategorien unterteilen:

  • Arthrose
  • Rheumatoide Arthritis
  • Gicht
  • Fibromyalgie

Bei allen diesen Krankheiten treten Schmerzen auf, meist durch Gelenkentzündungen bedingt. Übergewicht belastet betroffene Gelenke mit zusätzlichem Gewicht. Darüber hinaus fördert Übergewicht entzündliche Reaktionen im Körper. Langfristiges Abnehmen im Rahmen einer gesunden Ernährung stellt deshalb im Mittelpunkt. Refigura unterstützt Abnehmen auf mehrfache Weise. Die pflanzlichen Ballaststoffe von Refigura quellen im Magen auf und absorbieren rund 40 Prozent aller verzehrten Kalorien. Außerdem sorgen sie für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Gleichzeitig regen die Faserstoffe die Verdauung an.

Lebensmittel, die Entzündungen verstärken

Fett kann Ihre Gesundheit verbessern oder verschlechtern. Arachidonsäure und ihre Vorstufen sind Gift für alle Rheuma-Patienten, da sie Entzündungen verstärken. Diese Säure befindet sich reichlich in tierischem Fett, besonders in fettem Fleisch und fetter Wurst. Pflanzliche Öle mit einem hohen Anteil von Omega-6-Fettsäuren, zum Beispiel Sonnenblumenöl, enthalten Vorstufen von Arachidonsäure. Zucker trägt ebenfalls indirekt dazu bei, Entzündungen zu verschlimmern. Wenn Sie Zucker essen, produziert Ihr Körper Insulin. Dieser Stoff aktiviert ein Enzym, das die Bildung von Arachidonsäure unterstützt.

Lebensmittel, die Entzündungen bekämpfen

Omega-3-Fettsäuren heißt das Zauberwort für viele Aspekte einer gesunden Ernährung. Omega-3 erhalten Sie von fettem Fisch, Meeresfrüchten und Algen. Lachs, Makrelen, Heringe und Sardinen sind hervorragende Quellen für Omega-3. Diese Fettsäuren hemmen nicht nur Entzündungen im Körper, sie beugen auch Herzerkrankungen und Depressionen vor. Leider kann pflanzliches Omega-3 diesen Effekt nicht liefern. Der menschliche Körper wandelt nur einen ganz geringen Anteil von pflanzlichem Omega-3 in die Fettsäuren um, die er verwenden kann. Olivenöl, Kokosnussöl und Avocadoöl sind ebenfalls Fette, die Entzündungen vermindern.

Antioxidantien gegen freie Radikale

Entzündung verursacht oxidativen Stress im Körper. Freie Radikale sind dafür verantwortlich. Unter freien Radikalen versteht man Atome, Ionen oder Moleküle, die ein Elektron zu wenig haben. Dieses Elektron reißen sie an sich, wo immer sie es finden. Das kann massive Schäden an Zellen verursachen. Gemüse und Obst stellen Ihrem Körper reichlich Antioxidantien zur Verfügung. Grüne Blätter wie Mangold, Bok Choy und Spinat enthalten besonders viele Flavonoide. Diese Substanzen fördern den Aufbau von Zellen. Alle Kohlarten sind wahre Schatztruhen an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen.

Ein gesunder Darm fördert das Immunsystem

Die Gesundheit steckt im Darm. Ernährungsexperten bestätigen dieses alte Sprichwort immer wieder. Ein gut funktionierender Darm unterstützt das Immunsystem, das bei Rheuma-Krankheiten aus dem Gleichgewicht geraten ist. Von überragender Bedeutung ist dabei eine gesunde Darmflora, denn sie bekämpft Entzündungen auf natürliche Weise. Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut und Kimchi versorgen Ihren Darm mit den richtigen Bakterien. Beeren liefern nicht nur eine Fülle von Vitaminen und Mineralstoffen. Sie enthalten auch Pflanzenwirkstoffe, die die Vermehrung von gesunden Darmbakterien unterstützen.

Knochenbrühe für die Gelenke

Wenn Sie Knochen mehrere Stunden lang mit etwas Säure kochen, erhalten Sie eine Brühe mit viel Collagen. Zwei bis drei Esslöffel Essig oder mehrere Tomaten stellen die notwendige Säure bereit, um Collagen aus den Knochen herauszulösen. Die Aminosäuren in Knochenbrühe versorgen Gelenke mit wichtigen Nährstoffen, die den Aufbau von Knochen und Knorpel unterstützen.

Sonderfall Gicht: Purinarme Lebensmittel

Die Empfehlungen für Ernährungen bei Rheuma treffen nicht auf Gicht zu. Bei dieser Stoffwechselkrankheit sind die Harnsäurespiegel im Blut zu hoch. Das führt zur Bildung von Kristallen, die sich in Gelenken ablagern. Dort verursachen sie mit der Zeit Entzündungen. Purine in der Nahrung führen bei ihrem Abbau zur Bildung von Harnsäure im Körper. Purine finden sich in Zellkernen. Nahrung mit vielen Zellen ist in der Regel reich an Purinen. Fische, Fleisch, bestimmte Gemüsesorten und Hülsenfrüchte enthalten viele Purine. Milch ist ein Drüsensekret und damit frei von Purinen. Kartoffeln, Eier, Honig und Obst eignen sich ebenfalls für die Gicht Ernährung.

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