Rheumatische Arthritis: Tipps für den Alltag

Rheumatische Arthritis: Tipps für den Alltag

Rheumatische Arthritis: Hilfreiche Tipps, um den Alltag zu bewältigen

Was tun, wenn Schmerzen von rheumatischer Arthritis Ihren Alltag belasten? Rheumatische Arthritis ist ein alltäglicher Begriff. Mediziner nennen diese Krankheit des rheumatischen Formenkreises rheumatoide Arthritis. Sie führt zu chronischen, schmerzhaften Gelenkentzündungen. Menschen allen Alters, sogar Kinder, erkranken an rheumatoider Arthritis. Je früher Sie die Rheuma Anzeichen erkennen, desto besser sind die Erfolgsaussichten der Behandlung. Neben der ärztlichen Behandlung helfen Ihnen unsere Praxistipps, den Alltag zu bewältigen.

Rheumatische Arthritis frühzeitig erkennen

Sie wachen morgens mit schmerzenden, steifen Gelenken an Fingern oder Zehen auf? Wenn die sogenannte Morgensteife hält mindestens 30 Minuten lang anhält und Sie sich gleichzeitig müde und kraftlos fühlen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Je früher die Diagnose rheumatoide Arthritis gestellt wird, desto besser sind ihre Chancen, diese Krankheit in den Griff zu bekommen. Rheumatische Arthritis ist eine Autoimmunkrankheit, bei der die Zellen des Immunsystems die Gelenke von innen angreifen und schmerzhafte Entzündungen auslösen.

Leben mit Arthritis: Energiequelle Schlaf

Während des Schlafs regeneriert sich der Körper. Schlafmangel dagegen verstärkt Entzündungen. Schlafstörungen und Müdigkeit sind ein typisches Symptom für rheumatoide Arthritis. Schmerzen sind häufige, aber nicht alleinige Ursache für gestörten Schlaf. Es wird vermutet, dass chemische Schmerzmittel ebenfalls den Schlaf stören – im Gegensatz zu pflanzlichen Mitteln wie Rheumagil. Fest steht, dass guter Schlaf für die erfolgreiche Behandlung sehr wichtig ist. Bevor Sie Ihren Arzt nach Schlaftabletten fragen, sollten Sie unsere Tipps zum Einschlafen ausprobieren:

Tageslicht genießen: Die biologische Uhr des Körpers registriert Unterschiede in der Lichtintensität. Schlafstörungen unterbrechen den natürlichen Takt. Wenn Sie tagsüber mindestens eine Stunde im Freien verbringen, hilft das Ihrem Körper, den Rhythmus wiederzufinden.

Dunkles, mäßig warmes Schlafzimmer: Dunkelheit und kühle Temperaturen fördern den Schlaf. Verzichten Sie auf unnötige Beleuchtung und schließen Sie Roll-Läden oder Vorhänge. Achten Sie in den Abendstunden auf gedämpfte Beleuchtung.

Entspannungsübungen zur Bettzeit: Die Muskeln für 30 Sekunden anzuspannen und anschließend zu entspannen, ist eine wirksame Übung, die den Körper zur Ruhe bringt. Im Internet finden Sie heute zahlreiche kostenlose Apps, die das Entspannen beim Zubettgehen erleichtern – zum Beispiel mit Musik oder geleiteten Meditationen.

Leichtes Abendessen und ein Betthupferl: Früh zu Abend zu essen sorgt dafür, dass Ihre Verdauung nachts nicht übermäßig arbeitet. Auf Alkohol am Abend verzichten Sie besser, wenn Sie unter Schlafstörungen leiden. Die Leber muss den Alkohol während der Nacht bewältigen und kann sie dadurch aufwecken. Kurz vor dem Einschlafen regt ein Snack mit rund 30 Gramm Kohlenhydraten die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin an.

Kräutertee zum Einschlafen: Kräutertees, zum Beispiel Kamille oder Melisse, sind natürliche Einschlafhilfen ohne Nebenwirkungen. Manche Menschen schwören auf ein warmes Glas Milch mit Honig.

Richtige Matratzen und Kissen

Wie man sich bettet, so liegt man. Dieses Sprichwort gilt besonders für Arthritis-Kranke. Die falsche Matratze macht das Liegen mit schmerzenden Gelenken zur Qual. Experten empfehlen, auf Federkernmatratzen zu verzichten. Diese Matratzen versagen, wenn es um Punktelastizität geht. Unter diesem Begriff versteht man die Fähigkeit der Matratze, Belastung punktgenau auszugleichen. Sie testen diese Eigenschaft mit Ihrem Finger: Wenn Sie die Oberfläche belasten, sollte der Finger nur eine kleine Delle hinterlassen.

Wichtig: Anpassung an die Körperform

Kaltschaummatratzen bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ideal für Arthritis-Patienten sind Visco-Schaum-Matratzen, auch Astronautenschaum genannt. Sie passen sich der Körperform an und unterstützen sie. Allerdings kosten sie wesentlich mehr als Matratzen aus Kaltschaum. Bei Kissen raten Experten zu der Halbgröße 40 mal 80 Zentimeter. Sie unterstützt den Kopf, entlastet die Schultern und beugt somit Verspannungen vor. Ergonomisch geformte Schmetterlingskissen sind ebenfalls empfehlenswert.

Gesunder Mund, gesunder Körper

Entzündungen und Parodontose im Mundraum kann die Entstehung von Arthritis begünstigen und Arthritis-Symptome verschlimmern. Der Grund: Das Bakterium Porphyromonas gingivalis im Mundraum bildet das Enzym Peptidylarginine-Deiminase. Dieses Enzym spielt eine wichtige Rolle bei rheumatoider Arthritis. Mit sorgfältiger Mundhygiene verringern Sie die Anzahl von Keimen in Ihrem Mundraum. Neben Zähneputzen gehört dazu das Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder speziellen Bürsten.

Bewegung, Ernährung und Bandagen

Sanfte Bewegung sorgt dafür, dass entzündete Gelenke flexibel bleiben. Wichtig ist dabei, die Gelenke gleichmäßig zu belasten. Schwimmen ist ideal, weil das Wasser das Körpergewicht verringert. Radfahren, Spazierengehen und leichte Gymnastik eignen sich ebenfalls. Die richtige Ernährung kann Entzündungen vermindern. Rauchen und Zucker verschlimmern die Symptome rheumatoider Arthritis. Stützende Bandagen erleichtern das Bewegen entzündeter Gelenke.

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