Rheumatische Erkrankung: Bewegung hilft

Rheumatische Erkrankung: Bewegung hilft

Rheumatische Erkrankung: Heilsame Bewegung

Fast jede rheumatische Erkrankung ist mit starken Gelenkschmerzen verbunden. Während verletzte Gelenke nach einem Unfall unbedingt Ruhe brauchen, trifft dieser Rat bei Krankheiten des rheumatischen Formenkreises nicht zu. Hier fördert sanfte Bewegung den Heilprozess von Knorpelgewebe und erhält Ihre Flexibilität. Unsere Rheuma Bewegungstipps erklären Ihnen, worauf Sie dabei achten müssen.

Warum ist Bewegung so wichtig?

Eine rheumatische Erkrankung zieht meist Gelenke in Mitleidenschaft. Allerdings gibt es weit über 100 verschiedene Krankheitsbilder, die zum rheumatischen Formenkreis zählen, unter anderem Weichteilrheumatismus. Wenn eine rheumatische Erkrankung zu Gelenkschmerzen führt, brauchen Sie sanfte Bewegung. Der Grund: Das Knorpelgewebe in der Gelenkkapsel ist nicht mit Blutgefäßen versorgt. Der bei Bewegung entstehende Druck würde sie zerstören. Lediglich die Synova, die Gelenkschmiere, versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Bewegung wirkt dabei wie eine Pumpe, dass die Anreicherung der Synova mit Nährstoffen fördert.

Rheumatische Erkrankung: Welche Art von Sport?

Wenn jede Bewegung schmerzt, scheint Sport ausgeschlossen zu sein. Tatsächlich sollten Sie mit Gelenkschmerzen jeden Sport vermeiden, der Gelenke belastet. Dazu gehören alle Sportarten, die mit abrupten Bewegungen verbunden sind, zum Beispiel Tennis, Fußball oder Skifahren. Sie unterstützen den Heilungsprozess jedoch mit allen Bewegungen, die Sie rhythmisch und frei von Belastungen ausführen. Schwimmen ist ebenso ideal für Sie wie Aqua-Jogging. Auch Nordic Walking und Training im Fitness-Studio dient dazu, Gelenke beweglich zu erhalten und die Heilung zu begünstigen.

Wichtig: Führen Sie Sport nur in Absprache mit Ihrem Arzt aus. Bei Training im Fitness-Studio empfiehlt sich Rücksprache mit einem ausgebildeten Übungsleiter. Auch für Nordic Walking, Aqua-Jogging und Schwimmen sollten Sie sich professionellen Rat holen, um die Überlastung einzelner Gelenke zu vermeiden.

Rheuma Bewegungstipps: Nicht nur Sport hilft!

Unter Bewegung verstehen Fitness-Fanatiker vor allem schweißtreibenden Sport. Bei rheumatischen Beschwerden sollten Sie sich jedoch nicht sehr anstrengen. Entspanntes Spazierengehen oder Radfahren im Grünen wirkt sich positiv auf Ihre Gelenke und Ihre Psyche aus. Beim Radfahren sind die richtige Sitzposition und die Höhe des Lenkers entscheidend. Manche Menschen schätzen Gartenarbeit. Allerdings sollten Sie dabei langes Knien und gebückte Haltung vermeiden. Ergonomische Gartengeräte sorgen dafür, dass diese Aktivitäten Ihre Gelenkbeschwerden nicht verschlimmern.

Wichtig: Üben Sie das korrekte Heben. Anstatt sich zu bücken und beim Anheben den Rücken zu belasten, gehen Sie in die Knie. Greifen Sie die Last mit den Armen und richten Sie sich mit Hilfe der Beine und einem geraden Rücken auf. Wie immer im Leben gilt auch hier: Übung macht den Meister.

Aufmunternde Wirkung von Bewegung

Bewegung dient nicht nur dazu, Gelenke mit Nährstoffen zu versorgen. Wer rastet, der rostet: Dieses Sprichwort drückt eine tiefgreifende Wahrheit ganz einfach aus. Bewegung aller Art erhöht den Herzschlag und führt damit zu einer größeren Aufnahme von Sauerstoff. Bewegung wirkt sich positiv auf viele, verschiedene Körperfunktionen aus. Wissenschaftler an der Universität von Georgia, USA, haben in einer Studie [1] herausgefunden, dass bereits 20 Minuten körperliche Aktivität die Gehirnfunktionen messbar verbessern.

Schmerzen auf natürliche Weise lindern

Rheuma bedeutet nicht, ständig zu leiden. Bei der Behandlung aller rheumatischen Krankheiten steht die Linderung von Schmerzen im Vordergrund. Während chemische Schmerzmittel gewisse Risiken bergen, ist die Einnahme von Rheumagil nicht mit gefährlichen Nebenwirkungen verbunden. Der einzigartige Proagil100 Komplex von Rheumagil verbindet die wohltuenden Eigenschaften von vier Substanzen: Rhododendron, Ledum, Causticum und Ferrum Phosphoricum. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Rhododendron [2] und Ledum [3] wirksam Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen. Causticum und Ferrum Phosphoricum unterstützen den wohltuenden Effekt der Heilpflanzen.

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Einzelnachweise

[1] Phillip D. Tomporowski, Department of Exercise Science, 115 Ramsey Center, University of Georgia, 300 River Road, Athens, GA 30602, USA. Effects of acute bouts of exercise on cognition. Published March 2003 in Acta Psychologica, volume 11, issue 3, pages 297-324, https://doi.org/10.1016/S0001-6918(02)00134-8

[2] Anna Dampc, Maria Luczkiewicz, Department of Pharmacognosy, Medical University of Gdansk, Gen. J. Hallera 107, Gdansk, Poland. Rhododendron tomentosum (Ledum palustre). A review of traditional use based on current research. Published in Fitoterapia, Volume 85, March 2013, pages 130-145, doi: 10.1016/j.fitote.2013.01.013. Epub 2013 Jan 23.

[3] Zhang M, Zhao JJ, Wu WB, Zhao Y, Zhu XL. Analgesic and anti-inflammatory activities of extracts from Ledum palustre L. in mice. Nat Prod Res Dev 2010; 22: 326-329.