Rheumatoide Arthritis – das Immunsystem versagt

Rheumatoide Arthritis – das Immunsystem versagt

Rheumatoide Arthritis: Chronische Entzündungen in Gelenken

Rheumatoide Arthritis (RA) führt zu extrem schmerzhaften, chronischen Entzündungen in den Gelenken. Ein Prozent der Bevölkerung, in der Bundesrepublik rund 800.000 Menschen, leidet an RA. Frauen sind dreimal so häufig von RA betroffen wie Männer. Diese Krankheit des rheumatischen Formenkreises ist meist unheilbar. Allerdings lassen sich die Symptome mit frühzeitiger Behandlung in den Griff bekommen.

Rheumatoide Arthritis: Rätselhafte Ursachen

Was genau Rheumatoide Arthritis (RA) auslöst, ist bisher nicht bekannt. Vererbung spielt eine wichtige Rolle. Bei Kindern und Geschwistern von Betroffenen tritt RA dreimal häufiger auf als bei Menschen, in deren Familie RA nicht vorkommt. Wissenschaftler vermuten, dass für das Auslösen von RA mehrere Faktoren zusammenspielen, unter anderem:

  •             Genetische Veranlagung
  •             Umweltfaktoren
  •             Übergewicht und Rauchen
  •             Infektionen
  •             Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten

Was spielt sich bei dieser Krankheit ab?

Bei RA handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit. Das bedeutet, das Immunsystem des Körpers kann nicht mehr zwischen eigenen und körperfremden Substanzen unterscheiden.  Fehlgesteuerte Immunzellen wandern in die Gelenke und produzieren dort verstärkt Botenstoffe, sogenannte Zytokine. Sie fördern die Entzündung in den Gelenken. Wird die Krankheit nicht behandelt, schreitet die Entzündung im Gewebe weiter voran. Dieser Prozess zerstört mit der Zeit Knorpel, Bänder und Knochen des Gelenks. Weiße Blutkörperchen neutralisieren abgestorbenes Gewebe im Gelenk. Dabei setzen sie weitere Zytokine frei – ein Kreislauf der Entzündung.

Symptome frühzeitig erkennen

Diese Arthritis tritt meistens zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Aber auch Kinder können an RA erkranken. Je früher Sie die Symptome erkennen, desto besser sind die Chancen einer erfolgreichen Behandlung. Diese Krankheit gilt als unheilbar, klingt jedoch in seltenen Fällen nach dem ersten Schub spontan ab. Diese Autoimmunkrankheit ist schwierig zu diagnostizieren, weil sie sehr unterschiedlich verlaufen kann. Manchmal macht sie sich in heftigen Schüben bemerkbar. In anderen Fällen schreitet RA langsam voran.

Frühes Symptom Morgensteife

Das erste Warnzeichen einer beginnenden Arthritis ist die sogenannte Morgensteife. Sie können betroffene Gelenke rund 30 Minuten lang nach dem Aufwachen nicht bewegen. Manchmal hält die Unbeweglichkeit mehrere Stunden lang an. Meist macht sich RA in den kleinen Finger- und Zehengelenken zuerst bemerkbar. Allerdings kann die Krankheit auch große Gelenke befallen, zum Beispiel das Schultergelenk. Falls Sie Morgensteife spüren, sollten Sie so schnell wie möglich einen Rheumatologen aufsuchen.

Weiterer Verlauf der Krankheit

Mit der Zeit greift diese Arthritis weitere Gelenke an. Am häufigsten betroffen sind Ellbogen, Schulter, Knie und Hüfte. Sehnenscheiden und Schleimbeutel schwellen an, entzünden sich und schmerzen. Bei einer klassischen RA entstehen chronische Gelenkentzündungen symmetrisch an beiden Körperseiten. Bei einem milden Krankheitsverlauf oder zu Beginn der Erkrankung können auch einzelne Gelenke betroffen sein. Müdigkeit, leichtes Fieber, Nachtschweiß und ein generelles Unwohlsein zeigen an, dass der Entzündungsprozess den ganzen Körper in Mitleidenschaft zieht.

Nach den Gelenken Übergriff auf Organe

Wenn die Krankheit ungehindert voranschreitet, könnte sie auf Organe übergreifen, zum Beispiel die Haut, die Lunge, Blutgefäße, das Herz, die Augen und das periphere Nervensystem. Rund 20 Prozent von Arthritis-Patienten bilden knochige Auswüchse, sogenannte Rheumaknoten. Meist erscheinen sie an den Ellbogen und Fingern, aber auch an den Zehen.

Behandlungsmöglichkeiten für RA-Patienten

Rheuma Medikamente stehen im Mittelpunkt der Behandlung. Pflanzliche Mittel wie Rheumagil lindern Schmerzen ohne die negativen Nebenwirkungen von chemischen Substanzen. Es ist wichtig, dass die Beschwerden langfristig gelindert werden. Die natürlichen Wirkstoffe von Rheumagil aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers. Entzündungshemmende Medikamente sollen Gelenkdeformierungen entgegenwirken. Physiotherapie, zum Beispiel Kälte-, Wärme- und Ultraschallbehandlungen verringern Schmerzen und entspannen Muskeln.  Krankengymnastik fördert die Beweglichkeit der Gelenke. Mäßiger Sport empfiehlt sich ebenfalls. Allerdings sollten Sie dabei den Rat Ihres Arztes einholen.

Die richtige Ernährung für Arthritis-Patienten

Die richtige Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln wirkt dem raschen Fortschreiten der Krankheit entgegen. Wichtig ist vor allem, die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure und deren Vorstufen zu vermeiden. Sie kommt in fettem Fleisch und in Pflanzenölen mit einem hohen Anteil von Omega-6 vor. Die Arachidonsäure führt im Körper zur Bildung von Serie-2-Prostaglandinen, die Entzündungen fördern. Zucker verstärkt Entzündungen ebenfalls, da er die Ausschüttung von Insulin bewirkt. Das aktiviert ein Enzym, das die Bildung von Arachidonsäure unterstützt.

Omega-3-Säuren von fetten Fischen wie Lachs, Makrele oder Sardinen wirkt entzündungshemmend. Darüber hinaus sollten Arthritis-Patienten so viel Gemüse und Obst wie möglich essen, um eine gute Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Mineralstoffen zu sichern. Milchprodukte liefern Kalzium, das an Rheumatoider Arthritis Erkrankte verstärkt brauchen.

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